
| Vorbereitung | Verlegung |






• schneiden: Das Zuschneiden der Matte und die Verarbeitung der Ränder wird mit einem kräftigen und scharfen Messer ausgeführt. Sofern möglich, wird entlang der Rückseite und zwischen Garnschlingen des Rasenteppichs geschnitten, wobei das Messer gerade unter dem schwarzen Tufttuch geführt wird, um die Fasern nicht zu beschädigen. Wenn das Gelände aus mehreren Rollen aufgebaut wird, werden diese 3 cm überlappend ausgelegt und manuell überarbeitet, damit die Nähte schön werden. Während des Ausrollens muss die Faserrichtung, die meist mit einem Pfeil auf der Hinterseite der Matte angedeutet wird, beachtet werden;
• ResiGeo oder ResiRub: Die Ausbringung der ResiGeo oder ResiRub vermeidet, dass Unkraut durch die Perforationen der Kunstrasenmatte wächst und filtriert den schlammigen Untergrund bei Regenwetter, so dass die obere Schicht sauber bleibt. Beide schützen u.a. die Rückseite der Rasenmatte und tragen dazu bei, den Druck bei intensiver Belastung gleichmäßig zu verteilen, so dass die gleichmäßige Oberfläche besser erhalten bleibt. ResiRub ist angenehmer, denn es wirkt stoßdämpfend und korrigiert kleine Unebenheiten des Bodens;
• ResiBand: * Nachdem alle Nähte umgeschlagen sind, wird gut zentriert ein speziell entwickelter Leimgürtel mit der gewebten Seite nach oben angelegt, und am besten an Anfang, Mitte und Ende mit galvanisierten Nägeln verankert, um mögliches Wegfliegen bei Windstößen zu verhindern;
• ResiGlue: * Erst wenn das Zuschneiden beendet ist und die Kunstrasen-Sektionen perfekt mit umgeschlagenen Nähten auf ihrer Position liegen, kann der Zwei-Komponenten ResiGlue vermischt und mit Hilfe eines mittelgroßen Stabmixers in einer kräftigen Bohrmaschine [ein leichtes Batteriemodell wird nicht ausreichen, weil die Masse zu dick wird] verrührt werden. ResiGlue wird in kleinere Portionen aufgeteilt und zum Beispiel in eine abgeschnittene Plastikflasche umgegossen, um die spätere Verteilung auf ResiBand einfacher kontrollieren zu können. Die Verarbeitung soll bei trockenem Wetter, einer Temperatur ab 15°C und innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Anmischung des ResiGlue geschehen, weil dieser schnell aushärtet. Es empfiehlt sich, dünne Plastikhandschuhe zu verwenden und eine Rolle Papierküchentuch bereit zu halten, um eventuelle kleine Leimreste sofort zu entfernen. Ein 11 kg Topf ResiGlue reicht für ungefähr 40 laufende Meter ResiBand. Zuviel ResiGlue könnte sich durch die Nähte und Perforationen zwischen den Fasern absetzen, was natürlich vermieden werden sollte. Sobald ResiGlue in nicht allzu dicken Streifen angebracht ist [etwas neben der Mitte des ResiBand], kann er von Rand zu Rand auf dem ResiBand mit einem gezahnten Leimkamm verstrichen werden. Zuerst werden die Nähte sorgfältig verschlossen, so dass die Fasern den ResiGlue so wenig wie möglich berühren, und danach kräftig angedrückt. Kontrollieren Sie regelmäßig, ob Ihre Schuhe leimfrei sind. Eventuell unbenutzter ResiGlue ist nicht haltbar und nicht wieder verwendbar;
• ResiTape: * Ist selbstklebend und dafür einfacher zu verwenden als ResiBand und ResiGlue. Verlegen Sie ResiTape unter die Nähte und drücken Sie den Kunstrasen fest an;
• ResiFix: Fixieren Sie den Rasen mit ResiFix. Versenken Sie die Fixierstifte durch den Kunstrasen hindurch in den Boden, entlang der Ränder in einem Abstand von etwa zwei Metern;
• reparaturarbeiten: * Es können immer Unvollkommenheiten auftreten, wie z.B. weniger erfolgreiche Nahtverbindungen, gehärtete Leimreste zwischen den Fasern oder eben kleine Produktionsfehler im Teppich, die aber fast unsichtbar repariert werden können. In diesem Fall wird das betroffene Teilstück von oben ausgeschnitten, wobei es sehr wichtig ist, die Fasern maximal aufrecht zu halten. Eine stabile Form, wie z.B. ein runder Deckel, ist dabei ein gutes Hilfsmittel, um sowohl bei alten als auch neuen Teilstücken die identische Größe zu gewährleisten;
• einstreuen: Abhängig von der Anwendung wird der Kunstrasen nach Wahl bis etwas unter die Noppenlänge mit Quarzsand und/oder Gummigranulat [0,5-2 mm Korn] eingestreut, was für eine optimale Entwässerung sorgt. Das Einstreumaterial, mit einem harten Besen verteilt, umschließt und unterstützt die Kunstfasern ebenso wie schwarze Erde die Rasenhalme. Eine wichtige positive ästhetische Wirkung der Einstreuung ist, die Sichtbarkeit der Nähte zu reduzieren. Recycelter Gummi ist ein schönes und sauberes Produkt aus geschredderten Autoreifen, aus denen alle Verunreinigungen wie Glas, Sand oder Steine gefiltert und die letzten Reste Stahls mittels schwerer Magnete entfernt wurden. Außer in original Schwarz, ist das Gummigranulat auch gefärbt erhältlich, z.B. in mehreren grünen Farbtönen, die die natürliche Ausstrahlung des Kunstrasens verstärken. Wegen der Sonnenreflexion nimmt es beachtlich weniger Wärme auf als das schwarze Gummigranulat. Das Ergebnis ist ein federnder und elastischer Untergrund. Gummi EPDM Basic 20% ist nicht flammensicher und hat weniger Stoßabsorption als Gummi EPDM Pro 40%, der flammensicher ist.







